81. Kammerkonzert
Lost Times
Sonntag, 19. September 2021, 17:00 Uhr
© Marco Borggreve
© privatPreisträgerkonzert Deutscher Musikwettbewerb 2018, gefördert vom Deutschen Musikrat
Ein im wahrsten Sinne des Wortes (ge-)wichtiges Instrument hält der junge Solist Theo Plath in den Händen: bis zu dreieinhalb Kilo bringt ein Fagott je nach Ausführung auf die Waage, der Anschaffungspreis eines Kontrafagotts ist mit dem eines Kleinwagens vergleichbar. Auch die Spieltechnik ist alles andere als leicht, weil die Größe des Instruments eine komplizierte und unbequeme Grifftechnik erfordert. Spätestens seit Prokofjews Vertonung von „Peter und der Wolf“, in der das Fagott den Großvater charakterisiert, haftet dem Instrument der Ruf von Behäbigkeit und Schwerfälligkeit an. Dabei macht grade der sonore, warme Ton das Instrument zu etwas Besonderem. Als Theo Plath bei einem Tag der offenen Tür der Musikschule seiner Heimatstadt Koblenz das Fagott für sich entdeckte, war er erst fünf Jahre alt. Inzwischen gehört er zu den gefragtesten Fagottisten seiner Generation. Für sein Spiel erhielt er unter anderem den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb 2018. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er im Rahmen der Initiative „Rhapsody in School“ deutschlandweit unterwegs um seine Begeisterung für klassische Musik an Kinder weiter zu geben.
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