80. Kammerkonzert

Tastsinn

Gerrit Zitterbart, Klavier
80. Kammerkonzert – Tastsinn© Christiane Binroth

Als Franz Schubert 1828 im Alter von nur 31 Jahren starb, hinterließ er ein immenses Werk. Neben hunderten von Liedern komponierte er zahlreiche Orchesterwerke sowie Klavierund Kammermusik. Die Klaviersonate in B-Dur D 960 entstand in seinem Todesjahr und war seine letzte Instrumentalkomposition. Nach Schuberts Tod wurden diese wie auch seine anderen Klaviersonaten als unbedeutend eingestuft. Es dauerte nahezu ein Jahrhundert, bis sie ihre heutige Popularität erreichten. Auch Frédéric Chopin wurde aus heutiger Sicht mit 39 Jahren nicht sehr alt. Da er als gefeierter Pianist in der Lage war, seine Werke selbst zur Aufführung zu bringen, erlangte er im Gegensatz zu Schubert aber bereits zu Lebzeiten Weltruhm. Sein kompositorisches Schaffen konzentrierte sich fast ausschließlich auf das Klavier.

Gerrit Zitterbart ist seit 1983 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Als Pianist des „Abegg“-Trios unternahm er zwischen 1976 und 2017 weltweite Tourneen mit mehr als 1.250 Konzerten durch 50 Länder und spielte 30 CDs ein, darunter das Gesamtwerk für diese Besetzung von Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Gade, Schumann, Brahms, Dvorák und Schostakowitsch. Fünfmal erhielten Einspielungen die begehrte Auszeichnung beim „Preis der Deutschen Schallplattenkritik".